Der Vorstand arbeitete in der gewohnten Zusammensetzung: Martina Suter (Jubla), Stephan Wullschleger (Cevi) und André Stöckli (Jubla). Als Protokollführerin und Verbindungsglied zur Programmgruppe nahm Isabelle Weber-Kordina vom Rüeblichrutsekretariat an den Sitzungen teil. Die Pfadi war zum zweiten Jahr nicht vertreten. Durch diese Minimalbesetzung konnten wir die Vertretungen im Voilà nur ungenügend wahrnehmen.
Am 11. März 2008 fand die Generalversammlung statt. Die Veranstaltung verlief effizient, konstruktiv und ohne nennenswerte Anträge. Aufgrund der verhaltenen Lageranmeldungen im Jahr 2007 verfügte der Verein über ein sehr positives Ergebnis. Finanzelle Reserven aufzubauen ist jedoch nicht das Ziel von Rüeblichrut. Deshalb schlug der Vorstand eine Erhöhung der Beiträge für das Jahr 2008 vor. Der Vorschlag wurde gutgeheissen und die GV beschloss, die Lagerbeiträge pauschal um Fr. 50 auf Fr. 200, und pro Lagertag und Teilnehmer um Fr. -.50 auf Fr. 1.- zu erhöhen. Der Maximalbetrag pro Lager bleibt bei Fr. 1000. Mit dieser Erhöhung werden in erster Linie die Lager belohnt, welche in der Vergangenheit mit geringem finanziellen Anreiz, aber grossem Idealismus durchführt wurden. Die GV endete mit einem Nachtessen und dem intensiven Austausch zwischen den Verbänden.
Die Haupteinnahmen erhalten wir nach wie vor vom Gesundheitsdepartement des Kantons Aargau, das uns zusätzlich mit der Suchtpräventionsstelle personell und fachlich zur Verfügung steht. Ab diesem Jahr wurden wir zusätzlich mit BSV Beiträgen (Gelder vom Bundesamt für Sozialversicherungen nach dem Jugendförderungsgesetz) unterstützt. Die Höhe des Beitrags für 2008 ist noch nicht bekannt. Vom Voilà direkt fliessen keine Gelder mehr.
Die Rechnung 2008 wird mit einem höheren Defizit als angenommen ausfallen, da einerseits deutlich mehr Lager abgerechnet wurden und anderseits die BSV Gelder noch nicht verbucht werden konnten. Es war ein Ziel, überschüssige Reserven abzubauen und die Verbände zu motivieren zusätzliche Rüeblichrutlager durchzuführen. Dies ist uns gelungen. Die Budgetierung gestaltet sich weiterhin herausfordernd. Die Abschätzung der Anzahl Lageranmeldungen ist trotz der Erfahrungswerte sehr schwierig. Des Weiteren ist die Höhe der BSV Gelder zur Zeit der Budgetierung nicht bekannt. Um dem Verein eine grössere Planungssicherheit auf der Einnahmenseite zu ermöglichen schlagen wir deshalb vor, die BSV Gelder 2008 auf das Rechnungsjahr 2009 zurückzustellen.
Zur fünften Klausurtagung mit der Programmgruppe und dem Sekretariat schnürten wir unsere Wanderschuhe und packten den Rucksack. Auf ging es in die „Oltener Alpen“. Unterwegs brainstormten und diskutierten wir Verbesserungsmöglichkeiten und Optimierungen innerhalb vordefinierter Themenfelder. Zum Abschluss des langen Marschs bei herrlichem Sommerwetter wurden wir mit einem feinen Coup überrascht.
Im Jahr 2008 profitierten über 2’400 Kindern in ihren Lagern direkt von Rüeblichrut. Fast 700 Leiterinnen und Leiter diskutierten intensiv über Gesundheitsförderung und Suchtproblematik, und es wurden 300 Lagerblöcke zum Thema Rüeblichrut durchgeführt! Gegenüber den anderen kantonalen Gesundheitsförderungsprogrammen konnten wir stark aufholen und sind nun auf dem zweiten Platz dicht hinter dem Programm Oase im Kanton Luzern. Diverse Kantonale Programme sind im vergangen Jahr leider aufgegeben worden.
Unser Jahresziel 2008 war die Optimierung der Unterstützung für die Betreuer und Leiter um den Aufwand nachhaltig zu reduzieren. Die Umsetzung erfolgte vor allem im administrativen Bereich durch eine starke Vereinfachung oder sogar Reduzierung unserer Formulare. Die Unterstützung durch die BSV machte allerdings eine Erhebung zusätzlicher Informationen erforderlich.
Wie vor einem Jahr angekündigt, werden alle aktuellen Vorstandsmitglieder an der GV 2009 austreten und ihre Arbeit weitergeben. Martina Suter ist seit der Gründung des Vereins Rüeblichrut im Jahr 2002 im Vorstand. Unter anderem prägte sie das heutige professionelle Erscheinungsbild von Rüeblichrut (Logo, Layouts, etc.) stark mit. Stephan Wullschleger (Wulli) ist seit dem Jahr 2003 für die Finanzen zuständig. Er hat über seine Funktion hinaus aktiv in Fachgruppen und an Workshops von Voilà mitgearbeitet. Stephan hat zudem die wichtigen Kontakte zu den Kantonalen Stellen und zur Politik gepflegt. André Stöckli wurde Im Jahr 2005 in den Vorstand gewählt, wo er das Präsidium übernahm. Zur Nachfolge werden Stefan Schumm (Cevi) und Kilian Baur (Jubla und Programmgruppe) vorgeschlagen. Die dritte Person, die Vertretung der Pfadi, ist noch offen. Ebenfalls werden die beiden langjährigen Revisoren Dieter Egli und Jürg Kuhn demissionieren. Wir danken den Abtretenden für die langjährige, wertvolle, selbständige und sehr kompetente Arbeit für den Verein Rüeblichrut und wünschen dem neuen Vorstand gutes Gelingen.
Viele Ehrenamtliche sind im vergangenen Jahr zum Rüeblichrut dazugestossen. Das Interesse zeigt, dass sich weiterhin viele Jugendliche mit grossem Idealismus, Zeitaufwand und mit Hingabe für Gesundheitsförderung und Suchtprävention engagieren. Insbesondere die Leiterinnen und Leiter haben die finanzielle Unterstützung für ihre Lagerkassen verdient. Sie tragen den wichtigsten Teil zur Umsetzung der Rüeblichrut Ideologie! Dieser Einsatz braucht es nicht nur im Bereich der Rüeblichrutlagerleitung, sondern auch bei der Betreuung, Ausbildung und vor allem bei der Führung des Vereins.
André Stöckli
Vorstand Rüeblichrut